AirPods Pro 3: Apple schließt mit Firmware 8B40 die größten Lücken

Apple veröffentlicht Firmware 8B40 für AirPods Pro 3 mit besserem ANC. Gleichzeitig belasten iPhone-Ladebug und AR-Umstrukturierung den Konzern.

Apple hat ein wichtiges Firmware-Update für die AirPods Pro 3 veröffentlicht – mitten in einer Phase voller technischer Baustellen.

Das Update mit der Build-Nummer 8B40 kam Anfang Mai 2026 und soll die Geräuschunterdrückung und Konnektivität der Flaggschiff-Kopfhörer verbessern. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Apple kämpft gleichzeitig mit Berichten über Akkuprobleme bei den aktuellen iPhones und einer strategischen Neuausrichtung seiner Spatial-Computing-Sparte.

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Die AirPods Pro 3 waren am 19. September 2025 weltweit auf den Markt gekommen. Inzwischen haben große Händler wie Amazon und MediaMarkt den Preis auf rund 200 Euro gesenkt – ein deutlicher Rabatt gegenüber den ursprünglichen 249 Euro.

Bessere Geräuschunterdrückung und stabilere Verbindung

Die neue Firmware 8B40 löst die Vorgängerversion 8B39 ab. Im Fokus stehen drei Bereiche:

  • Verbesserte Geräuschunterdrückung: Das aktive Noise Cancelling (ANC) und der Transparenzmodus arbeiten nun mit weniger Hintergrundrauschen und störenden Umgebungsgeräuschen.
  • Präzisere Steuerung: Die Berührungsbefehle reagieren zuverlässiger, und der automatische Wechsel zwischen Apple-Geräten funktioniert schneller.
  • Kräftigerer Bass: Erste Nutzer berichten von einem spürbar satteren Tiefgang nach dem Update.

Die Installation läuft automatisch ab – die Ohrhörer müssen dafür im Ladecase stecken, das mit einer Stromquelle verbunden ist. Zudem muss ein iOS-Gerät in Bluetooth-Reichweite sein und über eine Internetverbindung verfügen. Der Vorgang dauert mindestens 30 Minuten.

Doch der Rollout verlief nicht reibungslos. In den ersten Maitagen berichteten Early Adopters von zeitweiligen Audio-Aussetzern bei der Verbindung mit Mac-Computern. Auch die Akkuanzeige des Ladecases scheint bei einigen Nutzern unzuverlässig zu arbeiten. Das Case selbst bietet eine Gesamtlaufzeit von bis zu 24 Stunden, die Ohrhörer halten acht Stunden mit ANC beziehungsweise zehn Stunden im Transparenzmodus.

Kommt ein „AirPods Ultra“ im Herbst?

Während Apple die AirPods Pro 3 optimiert, blickt die Branche bereits auf den Herbst 2026. Gerüchten zufolge könnte der Konzern im September eine höherwertige „AirPods Ultra“-Variante vorstellen. Diese soll über integrierte Infrarotkameras verfügen, die fortschrittliche Siri-Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz ermöglichen. Interessant: Statt Gestensteuerung setzen die neuen Modelle angeblich auf sensorische Interaktion.

Diese Expansion findet vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfelds statt. Apple hatte bereits Anfang des Jahres mehrere Mac-Konfigurationen eingestellt, darunter das langjährige Mac Pro-Modell und bestimmte High-RAM-Varianten des Mac Studio. Grund dafür waren ein globaler Mangel an Speicherchips und steigende Produktionskosten.

Die Marktdaten für das erste Quartal 2026 zeigen: Während die PC-Auslieferungen um 3,2 Prozent auf 64,8 Millionen Einheiten stiegen, kämpft die Branche mit drastisch gestiegenen Komponentenpreisen. Ein 16-GB-DDR5-Speichermodul kostete im Frühjahr 2026 über 119 Euro – Ende 2025 waren es noch rund 72 Euro. Hinzu kommt ein Preisanstieg von 40 Prozent bei Leiterplatten im April 2026, ausgelöst durch einen Industrieunfall in einer SABIC-Anlage in Saudi-Arabien.

iPhone 17: Kritischer Fehler bei leerem Akku

Deutlich dringender als die Audio-Probleme ist jedoch ein Bug in der iPhone-17-Serie. Seit November 2025 häufen sich Berichte über einen schwerwiegenden Fehler beim iPhone 17, 17 Pro und dem neuen iPhone Air: Lässt man den Akku komplett auf null Prozent entladen, lässt sich das Gerät nicht mehr über ein USB-C-Kabel aufladen oder neu starten.

Betroffene Geräte zeigen oft keine Ladeanzeige und reagieren nicht auf eine kabelgebundene Stromzufuhr. Ein weit verbreiteter Workaround: Zehn bis 15 Minuten mit einem MagSafe-Ladegerät laden. Das scheint die nötige Spannungsschwelle zu erreichen, um den Bootvorgang anzustoßen. Trotz mehrerer iOS-26.4-Updates hat Apple noch keinen endgültigen Software-Fix für dieses Problem veröffentlicht.

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Vision Pro: Vom Flaggschiff zur Nischen-Lösung

Parallel dazu verändert Apple seine Strategie im Bereich Spatial Computing. Nachdem die Vision Pro M5-Überarbeitung im Oktober 2025 auf eine enttäuschende Marktresonanz gestoßen war, hat der Konzern offenbar die Entwicklung des aktuellen Headsets weitgehend eingestellt. Interne Teams wurden umverteilt – sie arbeiten nun an leichteren Augmented-Reality-Datenbrillen, die intern als „N50“ bezeichnet werden und für 2027 geplant sind.

Ein aktueller Teardown von iFixit im Mai 2026 offenbarte zudem die Komplexität und Reparaturanfälligkeit des ursprünglichen Vision Pro. Die Frontscheibe ist stark verklebt, ein Austausch kostet 799 Euro. Das Gesamtgewicht des Headsets inklusive des externen 35,9-Wh-Akkus übersteigt ein Kilogramm.

Trotz der schwachen Verkaufszahlen hat das Gerät eine Nische gefunden: Chirurgen nutzen das Headset für Operationen wie Katarakt-Eingriffe, bei denen spezialisierte Apps dreidimensionale Mikroskop-Daten einblenden.

Ausblick: Was bringt der Rest des Jahres 2026?

Für Apple zeichnet sich ein Jahr der Konsolidierung ab. Während Firmware-Updates wie 8B40 für kurzfristige Stabilität sorgen, bereitet der Konzern grundlegendere Neuerungen vor. Gerüchte sprechen von einem „MacBook Ultra“ mit OLED-Display und 2-nm-M6-Chip – allerdings nicht vor Ende 2026 oder Anfang 2027.

In den kommenden Monaten dürfte Apple vor allem daran arbeiten, den iPhone-17-Ladebug zu beheben und die Lieferketten für Mac und iPad zu stabilisieren. Der Sommer wird voraussichtlich weitere Rabattaktionen für die AirPods Pro 3 bringen, während der Konzern Lagerbestände vor dem mutmaßlichen „Ultra“-Launch im September räumt.

Mit prognostizierten Unternehmensausgaben von 12 Milliarden Euro für AR und VR im Jahr 2026 zeichnet sich ab: Apple setzt langfristig auf spezialisierte Anwendungen und leichtere AR-Brillen – und entfernt sich damit von der klobigen Hardware, die den Einstieg in die räumliche Computerwelt markierte.